Burgtheater

Das Burgtheater ist seit seiner Gründung ein Spiegelbild der gesellschaftlichen und intellektuellen Wandlungen in Österreich: Vom Hoftheater, zum Reproduktionsapparat autoritärer Gesellschaftsbilder hin zu gegenwärtigen Diskursmaschine aktueller Debatten auf nationaler wie internationaler Ebene.
Stadthalle

Mit Ende des Zweiten Weltkriegs und der kulturellen Stagnation nach 12 Jahren Faschismus wollte die Gemeindeverwaltung der Stadt ein neues, weltoffenes und modernes Image geben. Dabei wurde man schnell gewahr, dass es der Stadt an einer multifunktionalen Veranstaltungshalle mangelte, welche für die Abhaltung großer Kultur- und Sportveranstaltungen geeignet wäre.
Best of:Wurstel Prater

Der Wiener Wurstelprater und seine Unternehmen standen wie viele andere unmittelbar nach der Nationalsozialistischen Machtübernahme 1938 im Fokus der sogenannten „Ariseure“. Innerhalb kürzester Zeit wurden die jüdischen ehemaligen BesitzerInnen enteignet, vertrieben oder verfolgt. Riesenrad und Liliputbahn wechselten die Besitzer, die Restitution nach 1945 verlief schleppend und zumeist unzufriedenstellend.
Isotype

Motiviert von der Vorstellung, das für die Ermöglichung eines glücklichen Lebens für die Arbeiter:innenschaft Volksbildung den Grundstein bildet, entwickelte Otto Neurath gemeinsam mit seinen Weggefährt:innen das Bildsystem der ISOTPYE um komplexe gesellschaftliche und wirtschaftliche Phänome zu verstehen.
Kino in Wien

Kino hat in Wien eine bewegte Geschichte. Von den zwielichtigen Anfängen in Schaubuden und Varietés über die Hochzeit mit unterschiedlichsten Spielstätten an jeder Ecke der Stadt bis zum Nischendasein neben allerlei sonstigen Unterhaltungsangeboten. Was aber macht das Kino in dieser Stadt historisch und aktuell aus?
Kaisermuehlen Textil

Während heute Kaisermühlen als traditioneller Stadtteil mit hoher Wohnqualität aufgrund seiner Nähe zu den Donaugewässern gilt, ist die industrielle und sozial-politische Vergangenheit stark in Vergessenheit geraten.
Kaisermuehlen

Gemeinsam mit dem Gast Florian Wagner untersuchen Andreas und Walter eine der erfolgreichsten Kultserien im österreichischen Fernsehen, den „Kaisermühlen-Blues“. Sie spüren Bildern der ökonomischen, politischen und kulturellen Transformation der 1990er Jahre nach und stellen die Frage nach Gegenwart und Zukunft eines Proletarischen Fernsehens.
Mühl-Sekte

Was als radikales Gegenmodell zum konservativen und reaktionären Kulturklima im Nachkriegs-Österreich begann, entwickelte sehr schnell autoritäre Strukturen. Bald zog die Wohngemeinschaft auf einen Gutshof ins Burgenland und firmierte unter dem Titel „Mühl-Kommune“. Dort fand fast 20 Jahre lang die systematische materielle und sexuelle Ausbeutung der sektenähnlichen Gruppe aus, wobei vor allem junge Frauen und Kinder Opfer von Gewalt und Missbrauch wurden.
Mozart

Wolfgang Amadeus Mozart lebte und wirkte von 1781-1791 in Wien. Wie kein anderer Künstler vor bzw. nach ihm wurde Mozart nicht nur über seine Kompositionen bekannt, sondern entwickelte sich zu einer weltweit verbreiteten Marke. Sein Konterfei ziert Kaffeetassen, T-Shirts, Süßigkeiten und wirbt für die Legalisierung von Cannabis.
Jesuitenwiese

Sigi Maron war einer der bekanntesten kritischen Liedermacher in Österreich. Geboren 1944 in Baden bei Wien infizierte er sich als Jugendlicher mit Kinderlähmung und war seitdem nur mit Hilfe eines Rollstuhls mobil. Maron engagierte sich schon früh politisch und richtete sein künstlerisches Schaffen auf soziale und emanzipatorisch Fragestellungen aus. Er engagierte sich u.a. in der Friedens- und Anti-Atomkraftbewegung und war Mitglied der KPÖ, zu der immer auch ein kritisches und differenziertes Verhältnis hatte. Maron schrieb seine Liedtexte in Dialekt und gebrauchte oft eine sehr heftige und direkte Wortwahl.