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Mit Ende des Zweiten Weltkriegs und der kulturellen Stagnation nach 12 Jahren Faschismus wollte die Gemeindeverwaltung der Stadt ein neues, weltoffenes und modernes Image geben. Dabei wurde man schnell gewahr, dass es der Stadt an einer multifunktionalen Veranstaltungshalle mangelte, welche für die Abhaltung großer Kultur- und Sportveranstaltungen geeignet wäre. So wurde dann auch 1952 ein Architekturwettbewerb für eine Großveranstaltungshalle ausgeschrieben.
Durchgesetzt hat sich bei dieser Ausschreibung Roland Rainer, der schon während des Nationalsozialismus als Architekt tätig war. Innerhalb von 5 Jahren Bauzeit (1953-1958) wurde auf der Schmelz eine der größten Veranstaltungshallen Europas errichtet. Seitdem hat Wien mehrere Hallen für Musik, Kultur- und Sportveranstaltungen mit bis zu 16.000 BesucherInnen.
Nach den Hallen A-D kamen später auch noch eines der modernsten Freizeit- und Sportbäder und weitere Veranstaltungsorte hinzu. Die Gemeindeverwaltung wollte auch mit dem Bau der Stadthalle einen wichtigen Stadtentwicklungsimpuls in einem der ärmsten Wiener Gemeindebezirken setzen.
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Tipps
Zum Lesen
- Iris Meder: Jeder Wiener war schon dort. Die Wiener Stadthalle zwischen Eisrevue und Songcontest. Wien 2015
- Theresa Knosp: Sinnbild unserer Zeit: Roland Rainer und die Wiener Stadthalle, 1953-1958; Diplomarbeit an der TU Wien;