Best of: Donaukanal

Lange Zeit war der heutige Donaukanal der Hauptarm zur Versorgung der Stadt für Güter, die per Schiff transportiert wurden. Das mittelalterliche Stapelrecht, welches die durchreisenden Kaufleute zwang, ihre Ware eine Zeitlang in Wien feilzubieten, machte die Hauptstadt zu einem wichtigen Handelszentrum. So siedelten sich entlang des Donauarmes zahlreiche Gewerbe- und Handwerksbetriebe an, die in direktem Zusammenhang mit den transportierten Gütern standen. Vor allem Holz-, Nahrungsmittel- und Speditionsbetriebe waren entlang des Kanals zu finden.

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Der Wiener Neustädter Kanal sollte Wien verkehrstechnisch mit der Adria verbinden und wurde bereits ab 1794 errichtet. Dafür wurde sogar ein großes Hafenbecken rund um die heutige Schnellbahnstation Wien Mitte gebaut. Im Winter verwandelte sich das Hafenbecken zu einem Rieseneislaufplatz und so half der Kanal auch bei der Gründung des Wiener Eislaufvereins. Der Kanal erzählt eine Geschichte der Industrialisierung und De-Industrialisierung einer ganzen Region, nämlich Wiens und seines südlichen Umlands, das heute noch das „Industrieviertel“ genannt wird.

Best of Donauinsel

Mit der Donauregulierung 1870-75 glaubte man den verheerenden Hochwassern der Donau im Wiener Raum ein Ende gesetzt zu haben. Jedoch musste man nach dem Hochwasser von 1954 erkennen, dass die Dämme und das Überschwemmungsgebiet für Jahrhunderthochwasser keinen ausreichenden Schutz boten. Nach langen Diskussionen über unterschiedliche Lösungsansätze beschloss die Stadtregierung den Bau des sogenannten Entlastungsgerinne parallel zur Donau. Was am Anfang nur als schnurgerader Damm mit steiler Böschung und möglicher Bebauung auf dem Damm gedacht war, entwickelte sich aufgrund der beharrlichen Interventionen von Raum- und Städteplaner zum heutigen Freizeitpark und Grünstreifen mitten in der Stadt.

Arena76

Die Arena-Besetzung im Sommer 1976 war die erste große Hausbesetzung in Österreich und gilt als der historische Wendepunkt der österreichischen Zivilgesellschaft und Alternativkultur.

Ringturm

Der Wiener Ringturm steht für eine Architektur, die zukunftsorientiert ohne provokant sein zu wollen, um eine sachte und friktionsarme Modernisierung der österreichischen Gesellschaft zu begleiten.

Burgtheater

Das Burgtheater ist seit seiner Gründung ein Spiegelbild der gesellschaftlichen und intellektuellen Wandlungen in Österreich: Vom Hoftheater, zum Reproduktionsapparat autoritärer Gesellschaftsbilder hin zu gegenwärtigen Diskursmaschine aktueller Debatten auf nationaler wie internationaler Ebene.

Tröpferlbad

Ende des 19. Jahrhunderts herrschen aufgrund des rapiden Wachstums der Stadt und der katastrophalen Wohnungsbedingungen für die ArbeiterInnenklasse elende hygienische Verhältnisse. Mangelnde Möglichkeiten für Körperhygiene und verschmutztes bzw. verseuchtes Wasser sorgen für Krankheiten und Seuchen.

Stadthalle

Mit Ende des Zweiten Weltkriegs und der kulturellen Stagnation nach 12 Jahren Faschismus wollte die Gemeindeverwaltung der Stadt ein neues, weltoffenes und modernes Image geben. Dabei wurde man schnell gewahr, dass es der Stadt an einer multifunktionalen Veranstaltungshalle mangelte, welche für die Abhaltung großer Kultur- und Sportveranstaltungen geeignet wäre.

Jugendkultur 1980er

In das recht graue und biedere Nachkriegs-Wien sickern Impulse internationaler Jugendkulturen erst nach und nach in größerer Zahl ein. In den 1970er und 1980er Jahren beginnt die Wiener Jugendszene bunter zu werden. Mods, Poppers, Punks und Rocker besetzen zunehmend öffentliche Orte und markieren ihr Revier.

Bergbahnen in Wien

Durch die Entstehung einer neuen Freizeitkultur und technischer Innovationen auf dem Gebiet der Schienentechnik werden im Rahmen der Wiener Weltausstellung von 1873 mehrere Bergbahnen in den Wienerwald errichtet. Diese erfreuen sich vor allem bei bürgerlichen Mittelschichten großer Beliebtheit und forcieren die Etablierung zahlreicher Freizeit- und Erholungsbetriebe im Wiener Umfeld.