Der Ort
Opernring 1, 1010 Wien. Fahrrad-Leihradstation
Das Thema
Das Fahrrad entwickelt sich im Ende 19.Jahrhundert vom bürgerlichen Luxusgut hin zum proletarischen Verkehrsmittel par excellence. Industrialisierung und Standardisierung ermöglicht breiteren Massen den Ankauf von Fahrrädern und machen sie zu einem dominanten urbanen Verkehrsmittel.
Die nach dem Zweiten Weltkrieg forcierte Förderung des automobilen Verkehrs verwandelt das Fahrrad wieder zum Sport- und Freizeitgerät. Mit den ab den 1960er aufkommenden Protesten gegen Umweltverschmutzung und städteplanerischer Fehlentwicklung rückt das Fahrrad wieder in den Fokus kommunaler Überlegungen.
Seit den 1960ern durchlebt das Konzept der Leihräder unterschiedliche Phasen in europäischen Städten. Dabei spiegeln sich gesellschaftspolitischen Vorstellungen wider, wobei sich der Bogen von anarchistischen und selbstbestimmten Ansätzen bis marktwirtschaftlich dominierten Konzepten spannt.
Zu Gast
Anne Ebert ist Historikerin und leitende Kustodin der Sammlung Verkehr im Technischen Museum Wien
Tipps
Zum Sehen:
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Vittoria de Sica: Fahrraddiebe
Italien 1951. ORF Doku: Gestern gekauft, heute gestohlen – die Fahrraddiebe
Österreich 2026.