Best of: Mutter ledig, Vater Staat

Das Gebär- und Findelhaus in Wien Josefstadt
Das Wiener Findelhaus war eine der größten Fürsorgeeinrichtungen der Stadt und eines der größten Findelhäuser der Welt. Eine dreiviertel Million unehelicher Kinder gingen durch diese Anstalt. Damals wie heute war die soziale Situation ausschlaggebend, die damals wie heute kein Hamburger um 1,40 Euro lösen kann.
Yu-Gastarbeit

60 Jahre nach dem „Anwerbeabkommen“ zwischen Österreich und Jugoslawien sprechen wir mit der Historikerin Julia Tyll-Schranz über diese Migrationsbewegung des 20. Jahrhunderts und über Schicksale der damals zugewanderten Held*innen des Alltags.
Schmauswaberl

Mit der Professionalisierung des Kochgewerbes in Gastronomie und der Publizierung von populären Kochbüchern wird auch der Mythos des angeblich liberalen Vielvölkerstaates in der Doppelmonarchie weiter vorangetrieben.
Isotype

Motiviert von der Vorstellung, das für die Ermöglichung eines glücklichen Lebens für die Arbeiter:innenschaft Volksbildung den Grundstein bildet, entwickelte Otto Neurath gemeinsam mit seinen Weggefährt:innen das Bildsystem der ISOTPYE um komplexe gesellschaftliche und wirtschaftliche Phänome zu verstehen.
Kündigungsgrund: Nicht-Arier

Zwischen 1938-45 wurden tausende jüdische MieterInnen von Gemeindebauten aus ihren Wohnungen vertrieben. Die Nationalsozialisten gängelten damit Teile der Bevölkerung für ihre rassistische Politik. Nach 1945 blieb lange dieser dunkle Teil der Geschichte der Wiener Gemeindebauten unter dem Teppich des Schweigens und bewusster Verdrängung.
Schani Breitwieser

Elende Verhältnisse schaffen elendes Verhalten und das Leben des Einbrechers Schani Breitwieser steht für die große soziale Ungerechtigkeit zum oft verklärten Ende derKaiserzeit. Eine unglaubliche Geschichte, die nur darauf wartet, verfilmt zu werden.
Bürgerspital

Gesellschaftliche Fürsorge änderte sich über die Jahrhunderte von religiöser Verpflichtung hin zur erkämpften gesetzlichen Absicherung
Wir mussten gar nichts kochen!

Die Grundidee des Einküchenhauses ist die Versorgung einer ganzen Wohnanlage durch eine zentral bewirtschaftete Küche, die für alle Bewohner:innen sämtliche Speisen zubereitet. Durch diese Maßnahme sollten aber nicht nur Frauen, denen diese Reproduktionsarbeit traditionell übertragen wurde, von lästiger Küchenarbeit entlastet werden, sondern auch Ressourcen und Arbeitsabfolgen rationeller und ökonomischer gestaltet werden. Mit diesem Konzept erhoffte man sich, dass die Bewohner:innen mehr Zeit auf Familie, Beruf, Freizeit und soziales Engagement verwenden können. Die Idee wurde sowohl von bürgerlichen wie sozialistischen Frauenrechtlerinnen entwickelt und propagiert.
Mutter ledig, Vater Staat

Das Gebär- und Findelhaus in Wien Josefstadt
Das Wiener Findelhaus war eine der größten Fürsorgeeinrichtungen der Stadt und eines der größten Findelhäuser der Welt. Eine dreiviertel Million unehelicher Kinder gingen durch diese Anstalt. Damals wie heute war die soziale Situation ausschlaggebend, die damals wie heute kein Hamburger um 1,40 Euro lösen kann.