Burgtheater

Das Burgtheater ist seit seiner Gründung ein Spiegelbild der gesellschaftlichen und intellektuellen Wandlungen in Österreich: Vom Hoftheater, zum Reproduktionsapparat autoritärer Gesellschaftsbilder hin zu gegenwärtigen Diskursmaschine aktueller Debatten auf nationaler wie internationaler Ebene.
Tröpferlbad

Ende des 19. Jahrhunderts herrschen aufgrund des rapiden Wachstums der Stadt und der katastrophalen Wohnungsbedingungen für die ArbeiterInnenklasse elende hygienische Verhältnisse. Mangelnde Möglichkeiten für Körperhygiene und verschmutztes bzw. verseuchtes Wasser sorgen für Krankheiten und Seuchen.
Stadthalle

Mit Ende des Zweiten Weltkriegs und der kulturellen Stagnation nach 12 Jahren Faschismus wollte die Gemeindeverwaltung der Stadt ein neues, weltoffenes und modernes Image geben. Dabei wurde man schnell gewahr, dass es der Stadt an einer multifunktionalen Veranstaltungshalle mangelte, welche für die Abhaltung großer Kultur- und Sportveranstaltungen geeignet wäre.
Jugendkultur 1980er

In das recht graue und biedere Nachkriegs-Wien sickern Impulse internationaler Jugendkulturen erst nach und nach in größerer Zahl ein. In den 1970er und 1980er Jahren beginnt die Wiener Jugendszene bunter zu werden. Mods, Poppers, Punks und Rocker besetzen zunehmend öffentliche Orte und markieren ihr Revier.
Bergbahnen in Wien

Durch die Entstehung einer neuen Freizeitkultur und technischer Innovationen auf dem Gebiet der Schienentechnik werden im Rahmen der Wiener Weltausstellung von 1873 mehrere Bergbahnen in den Wienerwald errichtet. Diese erfreuen sich vor allem bei bürgerlichen Mittelschichten großer Beliebtheit und forcieren die Etablierung zahlreicher Freizeit- und Erholungsbetriebe im Wiener Umfeld.
Best of:Wurstel Prater

Der Wiener Wurstelprater und seine Unternehmen standen wie viele andere unmittelbar nach der Nationalsozialistischen Machtübernahme 1938 im Fokus der sogenannten „Ariseure“. Innerhalb kürzester Zeit wurden die jüdischen ehemaligen BesitzerInnen enteignet, vertrieben oder verfolgt. Riesenrad und Liliputbahn wechselten die Besitzer, die Restitution nach 1945 verlief schleppend und zumeist unzufriedenstellend.
Kino in Wien

Kino hat in Wien eine bewegte Geschichte. Von den zwielichtigen Anfängen in Schaubuden und Varietés über die Hochzeit mit unterschiedlichsten Spielstätten an jeder Ecke der Stadt bis zum Nischendasein neben allerlei sonstigen Unterhaltungsangeboten. Was aber macht das Kino in dieser Stadt historisch und aktuell aus?
Caorle

Caorle ist seit den 1950er Jahren einer der beliebtesten Ferienorte für ÖsterreicherInnen. Dabei steht das Städtchen idealtypisch für eine ganze Reihe von Orten, die sich zwischen Caorle und Grado als Feriendomizile etablierten. Neben den beiden erwähnten Tourismuszentren stehen auch Bibione, Lignano und Jesolo für familiären sommerlichen Badeurlaub.
Der Neusiedlersee

Nachdem der Neusiedler See erst 1921 an die junge Republik Österreich fiel, wurde dieser spät touristisch erschlossen. Mangelnde verkehrstechnische Erschließung des rural geprägten Burgenlands erschwerten die Bemühungen der Tourismusindustrie. Erst mit der Motorisierung der Nachkriegsgesellschaft nach 1945 und der Schaffung des Images des Burgenlands als Region für Entschleunigung und Genuss gewann der Neusiedler See an Attraktivität als Bade- und Sportregion.
Die Lobau

Unmittelbaren nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte die sozialdemokratische Stadtregierung Konzepte hinsichtlich der Errichtung eines großen Sport- und Freizeitkomplexes, in der neben Breitensportarten auch sportliche Wettkämpfe bestritten werden können. Dabei nahm man vor allem Maß an den Sportparks in Frankfurt und Nürnberg, aber auch Anleihen aus den Bauvorhaben der noch jungen Sowjetunion. Als Ort dieses Parks wurde zuerst an die Bezirke Ottakring bzw. im Fasangarten Schönbrunn gedacht, aber aufgrund unterschiedlicher Gründe fiel die Entscheidung auf den Wiener Prater.