Best of: Mozart

Wolfgang Amadeus Mozart lebte und wirkte von 1781-1791 in Wien. Wie kein anderer Künstler vor bzw. nach ihm wurde Mozart nicht nur über seine Kompositionen bekannt, sondern entwickelte sich zu einer weltweit verbreiteten Marke. Sein Konterfei ziert Kaffeetassen, T-Shirts, Süßigkeiten und wirbt für die Legalisierung von Cannabis.
Best of: Öffentliche Örtchen

In der Geschichte der Städte stellte die Beseitigung menschlicher Fäkalien diese immer vor großen Herausforderungen. Die Verrichtung der Notdurft im öffentlichen Raum war nicht nur ein hygienisches und sittliches Problem, die Einrichtung von öffentlichen Bedürfnisanstalten wurde auch immer mit politischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragestellungen verknüpft. Mit der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass nicht beseitigte Fäkalien die Auslöser für zahlreiche Krankheiten sind und dem explosiven Bevölkerungsanstieg in Wien wurden ab Ende des 18.Jahrhundert intensiv nach Lösungen gesucht, wie die enormen Mengen an menschlichen Exkrementen aus der Stadt hinaustransportiert werden könnten.
Best of: Donaukanal

Lange Zeit war der heutige Donaukanal der Hauptarm zur Versorgung der Stadt für Güter, die per Schiff transportiert wurden. Das mittelalterliche Stapelrecht, welches die durchreisenden Kaufleute zwang, ihre Ware eine Zeitlang in Wien feilzubieten, machte die Hauptstadt zu einem wichtigen Handelszentrum. So siedelten sich entlang des Donauarmes zahlreiche Gewerbe- und Handwerksbetriebe an, die in direktem Zusammenhang mit den transportierten Gütern standen. Vor allem Holz-, Nahrungsmittel- und Speditionsbetriebe waren entlang des Kanals zu finden.
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Der Wiener Neustädter Kanal sollte Wien verkehrstechnisch mit der Adria verbinden und wurde bereits ab 1794 errichtet. Dafür wurde sogar ein großes Hafenbecken rund um die heutige Schnellbahnstation Wien Mitte gebaut. Im Winter verwandelte sich das Hafenbecken zu einem Rieseneislaufplatz und so half der Kanal auch bei der Gründung des Wiener Eislaufvereins. Der Kanal erzählt eine Geschichte der Industrialisierung und De-Industrialisierung einer ganzen Region, nämlich Wiens und seines südlichen Umlands, das heute noch das „Industrieviertel“ genannt wird.
Best of Donauinsel

Mit der Donauregulierung 1870-75 glaubte man den verheerenden Hochwassern der Donau im Wiener Raum ein Ende gesetzt zu haben. Jedoch musste man nach dem Hochwasser von 1954 erkennen, dass die Dämme und das Überschwemmungsgebiet für Jahrhunderthochwasser keinen ausreichenden Schutz boten. Nach langen Diskussionen über unterschiedliche Lösungsansätze beschloss die Stadtregierung den Bau des sogenannten Entlastungsgerinne parallel zur Donau. Was am Anfang nur als schnurgerader Damm mit steiler Böschung und möglicher Bebauung auf dem Damm gedacht war, entwickelte sich aufgrund der beharrlichen Interventionen von Raum- und Städteplaner zum heutigen Freizeitpark und Grünstreifen mitten in der Stadt.
Arena76

Die Arena-Besetzung im Sommer 1976 war die erste große Hausbesetzung in Österreich und gilt als der historische Wendepunkt der österreichischen Zivilgesellschaft und Alternativkultur.
Ringturm

Der Wiener Ringturm steht für eine Architektur, die zukunftsorientiert ohne provokant sein zu wollen, um eine sachte und friktionsarme Modernisierung der österreichischen Gesellschaft zu begleiten.
Burgtheater

Das Burgtheater ist seit seiner Gründung ein Spiegelbild der gesellschaftlichen und intellektuellen Wandlungen in Österreich: Vom Hoftheater, zum Reproduktionsapparat autoritärer Gesellschaftsbilder hin zu gegenwärtigen Diskursmaschine aktueller Debatten auf nationaler wie internationaler Ebene.
Tröpferlbad

Ende des 19. Jahrhunderts herrschen aufgrund des rapiden Wachstums der Stadt und der katastrophalen Wohnungsbedingungen für die ArbeiterInnenklasse elende hygienische Verhältnisse. Mangelnde Möglichkeiten für Körperhygiene und verschmutztes bzw. verseuchtes Wasser sorgen für Krankheiten und Seuchen.
Stadthalle

Mit Ende des Zweiten Weltkriegs und der kulturellen Stagnation nach 12 Jahren Faschismus wollte die Gemeindeverwaltung der Stadt ein neues, weltoffenes und modernes Image geben. Dabei wurde man schnell gewahr, dass es der Stadt an einer multifunktionalen Veranstaltungshalle mangelte, welche für die Abhaltung großer Kultur- und Sportveranstaltungen geeignet wäre.