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Aktuell

Die nächste Bade-Special-Folge erscheint am 23. Juli.

Körperertüchtigung & Arbeiter*innenolympiade
Das Stadionbad gehört zu den größten Freibädern Europas und kann bis zu 6500 badende Gäste aufnehmen. Die Anlage dient unter anderem auch zur Ausrichtung sportlicher Wettkämpfe, es besitzt als eines der wenigen Bäder ein wettkampftaugliches Schwimmbecken, einen Springturm und dazugehörige Arenaplätze. Nebenbei erfreut es sich auch großer Beliebtheit aufgrund seiner ausgedehnten, beschatteten Wiesenplätze und des Wellenbeckens.

ZUR SENDUNG  10:28 Min. 9.7.2024

Von der Kabanen, Mohneis und FKK
Das 1907 gegründete Freibad Gänsehäufel ging auf die Initiative des Reformheilkundlers und Naturfreundes Florian Berndl zurück. Das Gänsehäufel ist eine nach der Donauregulierung von 1875 im ehemaligen Hauptstrom entstandene Insel, die zuvor zu landwirtschaftlichen Zwecken genutzt wurde. Berndl richtete dort eines der ersten Freibäder in einer europäischen Metropole ein, in der sowohl Männer wie Frauen gemeinsam baden durften. Das Bad erhielt vor allem in liberalen bürgerlichen Schichten so großen Zuspruch, dass die konservative Stadtverwaltung unter der Leitung von Karl Lueger diesem für sie suspekten Treiben ein Ende setzen wollte. Berndl wurde in Folge die Pacht unter fadenscheinigen Gründen entzogen und das Gänsehäufel wurde ein kommunal verwaltetes Freibad

ZUR SENDUNG  12:36 Min. 25.6.2024

Von der „Pissrinne“ zum Freizeitparadies
Mit der Donauregulierung 1870-75 glaubte man den verheerenden Hochwassern der Donau im Wiener Raum ein Ende gesetzt zu haben. Jedoch musste man nach dem Hochwasser von 1954 erkennen, dass die Dämme und das Überschwemmungsgebiet für Jahrhunderthochwasser keinen ausreichenden Schutz boten. Nach langen Diskussionen über unterschiedliche Lösungsansätze beschloss die Stadtregierung den Bau des sogenannten Entlastungsgerinne parallel zur Donau. Was am Anfang nur als schnurgerader Damm mit steiler Böschung und möglicher Bebauung auf dem Damm gedacht war, entwickelte sich aufgrund der beharrlichen Interventionen von Raum- und Städteplaner zum heutigen Freizeitpark und Grünstreifen mitten in der Stadt. Aber auch gesellschaftspolitische und soziale Veränderungen nahmen maßgeblich Einfluss auf die heutige Form.

ZUR SENDUNG  34:44 Min. 11.6.2024

Orte des queeren Wiens im 20.Jahrhundert In der konservativen Hauptstadt gab es Anfang des 20. Jhdts kaum Plätze oder Orte, an den sich queere Menschen treffen oder Kontakte schließen konnten, ohne sanktioniert zu werden. Der berüchtigte Paragraph 129lB stellte Homosexualität unter Strafe. Bis zu seiner Abschaffung 1971 wurden tausende Homosexuelle verurteilt und diskriminiert. Um ein Mindestmaß an sozialem Leben zu ermöglichen, mussten sich Schwule und Lesben besondere, gut versteckte oder getarnte Orte schaffen. Cafés, Schwimmbäder oder öffentliche Bedürfnisanstalten waren oft die einzigen Plätze, an denen man Menschen mit gleicher sexueller Orientierung treffen konnte. ZUR SENDUNG  53:12 Min. 28.5.2024

Vom internationalsten Flughafen der Welt zur Boomtown
Das Flugfeld Aspern wurde kurz vor Ende der Monarchie errichtet und war bis Mitte der 1950er Jahre der wichtigste Flughafen Österreichs. Nach einer Phase der ausschließlichen Sportfliegerei wurde das Gelände industriell genützt (Autozulieferung) und mutierte ab Beginn der 2000er Jahre zu einem der wichtigsten Stadtentwicklungsgebiete Wiens.

ZUR SENDUNG  33:01 Min. 14.5.2024

Eine Geschichte des Vergnügens und seiner Schattenseiten
Der Wiener Wurstelprater und seine Unternehmen standen wie viele andere unmittelbar nach der Nationalsozialistischen Machtübernahme 1938 im Fokus der sogenannten „Ariseure“. Innerhalb kürzester Zeit wurden die jüdischen ehemaligen BesitzerInnen enteignet, vertrieben oder verfolgt. Riesenrad und Liliputbahn wechselten die Besitzer, die Restitution nach 1945 verlief schleppend und zumeist unzufriedenstellend.
ZUR SENDUNG  47:48 Min. 30.4.2024

Der Wiener Neustädter Kanal
Der Wiener Neustädter Kanal sollte Wien verkehrstechnisch mit der Adria verbinden und wurde bereits ab 1794 errichtet. Dafür wurde sogar ein großes Hafenbecken rund um die heutige Schnellbahnstation Wien Mitte gebaut. Im Winter verwandelte sich das Hafenbecken zu einem Rieseneislaufplatz und so half der Kanal auch bei der Gründung des Wiener Eislaufvereins. Der Kanal erzählt eine Geschichte der Industrialisierung und De-Industrialisierung einer ganzen Region, nämlich Wiens und seines südlichen Umlands, das heute noch das „Industrieviertel“ genannt wird.
ZUR SENDUNG  31:29 Min. 16.4.2024

Karte – Orte erzählen Geschichte

Große interaktive Karte der Wiener Orte mit Geschichten.

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GREISSLEREI-BLOG

@ Seuchen:

Im Zuge der Recherchen für die Sendung „Die Stadt und die Seuche“ tolles historisches Bild von einem Cholera-Mann aus dem 19.Jahrhundert gefunden. Kann man heute komisch finden, Ähnliches trifft man aber auch in der Gegenwart an:

Seuchenbilder

Quellen:
https://www.domradio.de/artikel/manche-radikalisieren-sich-religionsforscher-zu-verschwoerungsmythen
https://sammlung.wienmuseum.at/objekt/517774-cholera-praeservativ-mann-aus-saphirs-zeitschrift-der-deutsche-horizont/

@ JVA Simmering:

Habe mir gestern auf Youtube nach vielen Jahren wieder einmal den Film „Bambule“ angesehen. Drehbuch von Ulrike Meinhof. Thema: Heimerziehung und Umgang mit „widerspenstigen“ Jugendlichen in den 1960er Jahren. War Fernsehspiel! Wäre schön, wenn öffentliche Sendeanstalten statt „Dancing Stars“ sich wieder ihrer gesellschaftlichen Verantwortung erinnern würden.
>> Film auf Youtube

Zukünftige Folge Schwarzenberg vs. Russen: Entscheidet Ihr!

Die Mauer hinter dem Ehrenmal der Roten Armee wurde in den Farben der ukrainischen Flagge aus Protest des Mauer-Besitzers, Herrn Schwarzenberg, angemalt. Keine 100m vom sogenannten Russendenkmal das „Schwarzenbergdenkmal“, errichtet zu Ehren des militaristischen Reaktionärs Karl Philipp Fürst Schwarzenberg, der sich besonders bei den militärischen Interventionen gegen die Französische Revolution auszeichnete. Im übrigen kämpfte sein Sohn als einer der führenden Kommandanten gegen die Unabhängigkeitsbewegung in Italien. Beiträge wird es über beide Denkmäler geben, schreibt uns, welchen wir zuerst machen sollen und warum. Wir freuen uns schon auf Eure Vorschläge!
>> Vorschlag schicken

SUPPORT

Mühselig, Geschichte zu schreiben.
(Sallust)

Vielleicht nicht so aufreibend wie Geschichte schreiben, aber sie aufzuschreiben bzw. zu vermitteln ist auch nicht ganz mühelos.
Um den Podcast am Leben zu erhalten, braucht es leider auch Mittel: das Studio will bezahlt sein, junge aufstrebende Kräfte, die sich intensiv Gedanken über Social Media und Bildsprachen machen, wollen nicht nur skrupellos ausgebeutet werden und die Hauptverantwortlichen aufgrund horrender und nicht abzutragender Schuldenberge keine Ersatzstrafe antreten (siehe Folge 002 JVA Kaiser-Ebersdorf!). Deshalb würden wir uns freuen, wenn Ihr unseren Podcast unterstützt, unseren jungen KollegInnen das wohlverdiente Kaltgetränk nach der Redaktionssitzung ausgebt und Andreas und Walter helft ihre Vorstrafenregister sauber zu halten.

Daher bitten wir um Unterstützung. Hier einige Möglichkeiten:

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Der Podcast trägt zu meiner mentalen und intellektuellen Verfassung bei und möchte ihn daher unbedingt am Leben erhalten. Daher unterstütze ich ihn gerne regelmäßig monatlich: man gönnt sich ja sonst nichts:

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Ich habe in Lotto gewonnen und eine mir bis dato unbekannte Tante aus der Schweiz vererbte mir ein nicht unbeträchtliches Vermögen! Dies ermöglich mir solche wichtigen Projekte wie die Geschichtsgreisslerei zu unterstützen und lasse mal locker 50 Euro rüberwachsen!

€ 50,- einfach so

ÜBER UNS

Die Wiener Geschichtsgreißlerei

Das Große spiegelt sich im Kleinen wider: Die Wiener Geschichtsgreisslerei erzählt alle zwei Wochen von historischen Wiener Orten, in denen sich die aktuellen gesellschaftliche Diskussionen fokussieren – ob in der Vergangenheit oder in der Gegenwart. Und dabei werden jene Plätze und Punkte in den Blick genommen, die sonst nicht so im Rampenlicht stehen:

Ob Krankenhäuser, Bahnhöfe, Fabriken oder Wohnexperimente: Zu Zweit oder mit Gästen sprechen wir über deren Geschichte und welche umfassenden sozialen, politischen oder kulturellen Fragen sich mit diesen Orten verknüpfen.

Das Team

HistorikerInnen, Social-Media Fachleute und GrafikerInnen: Unser Team verbindet nicht nur unterschiedliche Kompetenzen, Generationen und inhaltliche Zugänge. Im Vordergrund steht vor allem ein gemeinsames Interesse: Wie kann man lokale Geschichte so präsentieren, dass man breites Interesse an der Vergangenheit weckt und diese in konkrete Gegenwartsfragen hinüberführt. Ganz im Sinne: History Goes Public!

Zeithistoriker und Journalist, Content-Produzent und sogeannter „Zuagraster“ sowie leidenschaftlicher Verfechter des History-Goes-Public Ansatzes. Credo: Wozu Geschichtsschreibung, wenn niemand zuhört?

Ebenfalls Zeithistoriker, passionierter Brigittenauer und Museumsmitarbeiter mit manchmal übertriebenen Hang zu großen materiellen Artefakten. Aber was sind Gebäude anderes als steinerne Medien der gemeinsamen Erinnerung?

Marketingverantwortlicher und ist ebenfalls einer der Gesichter der Social-Media Accounts. Er lebt seit 5 Jahren in Wien und befasst sich seitdem gern mit Geschichte.

Grafikerin. Sie sorgt für die visuelle Gestaltung der GeschichtsGreißlerei, einschließlich unserer Social-Media Kanäle. Abgesehen davon beschäftigt sie sich mit Dokumentarfilm und Kameraarbeit. Seit 13 Jahren ist Samira im Westen Wiens und will auch da nicht mehr weg.

Studentin der Kommunikationswirtschaft. Sie kümmert sich unter anderem um unsere Social-Media Kanäle und wird zukünftig auch vor der Kamera präsent sein. Carla ist eine Ur-Wienerin – Ihr Motto: Hernois is ois!